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Auszug aus einem Artikel der Deutschen Welle vom 2.9.2003
Iwan auf dem Diwan Russische MĂ€nner haben einfach einen schlechten Ruf. Manche Frauen sehen sogar Parallelen zwischen russischen MĂ€nnern und russischen Autos: Sie stinken, verbrauchen viel Sprit und taugen wenig. [...] Dahinter verbirgt sich keinesfalls ein Service, der intime Liebesdienste anbietet, sondern handwerkliche Probleme aller Art löst. Nicht nur, dass in der durchschnittlichen russischen Wohnung, eigentlich stĂ€ndig etwas klemmt, tropft oder hakt, auch der staatliche Handwerker hat - siehe oben - ein schlechtes Image: Er kommt kaum pĂŒnktlich, ist meistens nicht mehr nĂŒchtern, flucht und am Ende macht er auch noch was kaputt. "Musch na Tschas" dagegen verspricht einen effizienten Handwerker sogar rund um die Uhr. Ein Zwei-Stunden-Besuch kostet umgerechnet 15 Euro. Das GeschĂ€ft lĂ€uft gut. Nicht selten rufen auch genervte MĂ€nner bei der Agentur an und bestellen den Mann auf Zeit. "Die wollen einfach ihre Ruhe haben - vor der Ehefrau, die ihnen wegen eines tropfenden Wasserhahns in den Ohren hĂ€ngt" , erklĂ€rt einer der Handwerker auf Abruf. Stephan Hille Einen weiteren Artikel zum Thema findet man bei der Pfalzwoche: [...] Um dies gerade aber zu verhindern, wurde in Moskau die Agentur " Musch na tschas" gegrĂŒndet. Dies bedeutet "Ehemann fĂŒr eine Stunde". FĂŒr 250 Rubel Stundenhonorar können weibliche Singels sich MĂ€nner frei Haus bestellen, die das erledigen, wofĂŒr frĂŒher der Gatte zustĂ€ndig war. Die MietmĂ€nner sĂ€gen, stechen, hauen und brechen - alles, was die HeinzelmĂ€nner frĂŒher getan haben. Sie kĂŒmmern sich um sĂ€mtliche im Haus anfallende Kleinreparaturen. Einige der Kundinnen sind so zufrieden, dass sie den Mietgatten noch ein warmes Essen kochen. |
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